Hoffnung und Freundschaft: Rainbow

Hoffnung und Freundschaft: Rainbow

Gibt es eine Serie, die keiner kennt, aber jeder kennen sollte? Einige. Darunter eine Serie, die Werte, Einheit, Trauer, Freude, Hass, Liebe, Leidenschaft, Entschlossenheit, Gewalt und so viel Anderes zeigt.

Schon mal Die Verurteilten gesehen? Ja, ein unschuldiger Mann, der ins Gefängnis kommt und sein Leben umstellen muss … aber niemals aufgibt. Kennt auch einer zufälligerweise The Green Mile? Düster zeigt uns der Film wieder jemand unendlich Sympathischen; dieses Mal jedoch auch mit dem sadistischsten Wärter der Welt … denkt ihr. Oh, und möglicherweise hat manch einer auch Attack on Titan gesehen (schon eher ;)); hier will ich nur sagen, dass der Zeichenstil der hier genannten Serie recht ähnlich ist, sonst gleichen sie sich wohl nur darin, ultimative Genius-Serien zu sein. Allerdings finde ich diese hier besser. Die Rede ist von Rainbow: Nisha Rokubō no Shichinin!

Die Serie vereinigt diese drei Werke quasi und haut dann noch eine sehr, sehr große Portion Einzigartigkeit hinzu.

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©  Nippon Television Network

Elijahs Klapptext: Anfang
1955, Japan. Sechs Jugendliche, alle etwa 16, kommen nahezu unschuldig in ein „Erziehungsheim“ für Jugendliche, u. A. wegen Diebstahl.

Ihre Geschichten werden nach und nach gekonnt erzählt, ihre Gründe aufgedeckt (so musste sich der eine zynische Herr durchschlagen, nachdem seine Familie bei dem amerikanischen Atombombenabwurf getötet wurde). Auch all ihre verschiedenen Wünsche werden gleichrangig aufgezeigt; keiner der Sieben (sie und ihr „Mentor“) ist damit der „absolute Protagonist“, sondern sie alle.

Doch egal, was sie taten, das, was ihnen bevorsteht, verdient niemand: Einer der von mir meist gehassten Serien- UND Filmcharaktere, der zuständige Aufseher, ist durch und durch ein Sadist und er verabscheut den Menschen, den die Jugendlichen kennen lernen und durch den sie die wahren Werte kennen lernen, hat nahezu Angst vor dessen Willensstärke. Auch dies hat eine Geschichte. Aus diesem Grund macht er ihnen das so schon eingeschränkte Leben zur absoluten Hölle … und es gibt nur sie, die etwas tun können, um das zu überstehen.
Elijahs Klapptext: Ende

Die Schicksale der sieben Personen der Serie, die übrigens die coolsten Charaktervorstellungen überhaupt haben, werden einem nahe gebracht … und in Windeseile ist es einem schon unendlich wichtig, was mit ihnen passiert.

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© Nippon Television Network

Manch einer kennt das Studio der Serie vielleicht: Madhouse. Unter anderem beteiligt an allen Filmen vom Meister Satoshi Kon, dessen Filme auf der Pflichtliste eines jeden Animefans stehen sollten, Monster, Highschool of the Dead oder Hunter x Hunter. Da wundert es nicht, dass diese Serie hier ein solch wunderbares Wunder ist. Andererseits stört es durchaus, dass sie so unbekannt ist. Meiner Meinung nach gehört sie mindestens in die Top 10 der bestbewerteten Serien hier, würde sich dort jedenfalls gut tun.

Zur Serie gibt es keinen Trailer. Sie kann Leute, die sie nicht kennen, jedoch anders anlocken; durch die die Atmosphäre wahrhaftig perfekt einfangende Musik.

Der Soundtrack der Serie zeigt die Atmosphäre gut auf. Melancholisch und düster … und dennoch: Immer wieder kommen Hoffnungsschimmer und der Gruppe scheint es gar unmöglich, jemals aufzugeben; es gibt zu viel, für das es sich zu leben lohnt … auch in ihrer Lage. 26 Folgen, also etwa neun Stunden lang dauert jene Serie. Langeweile? Die gibt es niemals. Nur unglaubliche Höhepunkte („up an downs“ würde man im Englischen nun sagen … so ungefähr) in einer so realistischen Serie, die jedoch viel Gewalt zeigt (geht immerhin um die Zustände von sechs Jugendlichen im Jahr 1955 in Japan, die in einem Erziehungsheim leiden) … was auch für sie spricht, ist dass sie keinerlei Fanservice hat. Alles hat (tiefen) Charakter, nichts ist unnötig nackt und die Gewalt ist in keinster Weise übertrieben. Von der Tränendrüse kann hier übrigens auch nicht oft genug Gebrauch gemacht werden.

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© Nippon Television Network

Die Gründe für die hiesige Unbekanntheit sind offenkundig: Die Serie ist ein Anime und es gibt sie ausschließlich auf Japanisch; in Deutschland außerhalb der Anime-Community häufig ein Grund für Unbekanntheit. Ich habe damit jedoch keine Probleme gehabt. Untertitel halt, na und? Stellt euch vor, Fight Club oder Game of Thrones gäbe es nur auf Englisch und ihr wärt / seid in der Sprache schlecht … ihr versteht?

Mehr gibt es nicht zu sagen. Den Rest könnt ihr euch selbst aneignen … ansonsten ist es unmöglich, die schiere Awesomeness der Serie irgendwie in Worte zu fassen. Schaut sie einfach und seht, nein, erlebt die Abenteuer der Freunde.

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